Auswanderung3

Auswanderung nach Brasilien


In den Jahren zwischen 1858 und 1863 wanderten rund 250 Karlsdorfer nach Brasilien aus.
Die meisten siedelten sich im Bundesstaat Santa Catarina an.

Heute
Zunächst hielt sich die deutsche Sprache (genauer der Dialekt) und damit auch die Erinnerung an die Heimat. Erst durch den 2. Weltkrieg wurde das Deutsche nicht nur als offizielle Sprache (Schulunterricht etc.) abgeschafft, sondern auch im privaten Bereich verboten. Daher ging schnell die Beziehung zur alten Heimat verloren. Die jüngere Generation spricht nur noch selten deutsch, wenngleich ihre Bedeutung als Frendsprache wieder zunimmt.

Beziehungen Karlsdorf - Brusque/Guabiruba

Herbert Schlindwein in Alt-Dettenheim

 

Zwar riss ein zarter Briefkontakt nie gänzlich ab, jedoch fußen die heutigen Verbindungen nach Brasilien auf dem Einsatz von Herbert Schlindwein, dessen Bruder Anselmo als erster karlsdorfer Brasilianer 1972 die alte Heimat Karlsdorf besuchte. Herbert selbst kam ab 1973 mehrfach nach Karlsdorf.

Im August 1975 besuchte mit Reimund Riffel der erste Karlsdorfer Brusque und Guabiruba. 1987 startete erstmals eine Gruppenreise mit 10 Karlsdorfern nach Brasilien, 1989 besuchte Bürgermeiser Egon Klefenz Brusque und weihte mit dem dortigen Bürgermeister Bonatelli den Karlsdorfplatz ein. Seither heben sich die Beziehungen derart vertieft, dass dauerhafte Freundschaften und rege Reisetätigkeiten entstanden sind.
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Familie Schlindwein - fünf Generationen in Brasilien
 

Version 6.221 vom 19.09.2017 © Heimatverein Karlsdorf 2017